Neu auf der Trainerbank: 7 Fragen an Daniel Halfar

Vor zwei Wochen haben wir Daniel Halfar als unseren neuen Cheftrainer der 1. Mannschaft vorgestellt. Anschließend weilte er aber erst zwei Wochen im Urlaub. Sein erstes Training leitete er nun am Dienstagabend – vorher nahm er sich Zeit für ein Interview.

Warum RWK?

Meine Frau kommt aus Herford, wir wollten nach der Karriere schon immer wieder in die Region zurück – und da hat es uns nach Kirchlengern verschlagen. Mein Sohn spielt hier in der F-Jugend und so ist dann der Kontakt entstanden. Außerdem habe ich erst vor kurzem meinen DFB-Elite-Jugendschein gemacht. Von daher ist es glaube ich nie verkehrt – in egal welchem Bereich – erst mal Fuß zu fassen, Erfahrungen zu sammeln. Und wenn du die Möglichkeit hast vor der Haustür eine Mannschaft zu übernehmen und zu betreuen, war das für mich die logische Entscheidung.

Erstes Kennenlernen mit der Mannschaft?

Als wir uns einig waren, haben wir bereits eine kurze Vorstellung gemacht. Das war natürlich erst mal ein kurzes Kennenlernen. Da war noch nicht viel möglich, sondern wir haben uns nur kurz vorgestellt. Ich habe mich jetzt in der Zeit danach mit meinem Trainerteam ausgetauscht. Wir haben die Trainingseinheiten weitestgehend schon besprochen, haben gewisse Abläufe, was das Training angeht, durchdiskutiert. Das große Kennenlernen findet sowieso auf dem Platz statt. Von daher freue ich mich jetzt, dass es los geht, ich die Jungs und das Ganze drumherum näher kennen lerne.

Was traust du der Mannschaft zu?

Ich bin komplett neu, habe mir bisher nur Highlights angesehen, gerade was Tore und Gegentore angeht. Etwas dazu zu sagen, was ich uns zutraue, dass wäre jetzt noch total fehl am Platz. Es war wichtig, dass wir das letzte Spiel gewonnen haben, da ein Stück weit das Selbstvertrauen zurückgekehrt ist.
Wenn ein neues Trainerteam da ist, ist es oft ja auch so, dass neue Impulse kommen und du das ein oder andere aus der Mannschaft herauskitzeln kannst – das ist natürlich auch unser Ziel als Trainerteam, dass wir da die richtigen Schlüssel finden, um auf Spur zu bleiben nach dem letzten Spiel.

Was verbindest du mit RWK?

Ja, ich habe schon vorher von Kirchlengern gehört, aber ich selbst war vorher noch nie hier und habe selbst auch nie gegen Kirchlengern gespielt. Deshalb ist vieles Neuland. Da mein Sohn hier spielt konnte ich mir zu den Gegebenheiten schon mal ein gutes Bild machen. Die Gegebenheiten sind gut. Man hat einen guten intakten Jugendbereich, was auch für den Verein sehr wichtig ist. Der Kunstrasen ist neu, das ist natürlich optimal. Da hast du alle Möglichkeiten und kannst bei Wind und Wetter trainieren.

Wie planst du mit der Jugend?

Grundsätzlich liegt die Priorität jetzt erst mal darauf die Jungs, die in der 1. Mannschaft sind, kennenzulernen. Aber was auch ganz wichtig ist, dass ich auch immer die Aufgaben offen habe. Ich würde gerne immer mal wieder den ein oder anderen mit beim Training oder beim Spiel haben und die Spieler beobachten, sei es von der A-Jugend oder der zweiten Mannschaft. Im Endeffekt zählt immer das Leistungsprinzip und wenn jemand in den Mannschaften heraussticht, stehen die Türen immer offen.

Persönliche Ziele?

Ich möchte jetzt erst mal Erfahrungen sammeln. Bin aber auch ehrgeizig und will so erfolgreich sein, wie möglich. Auf Dauer will ich mich Stück für Stück weiterentwickeln als Trainer und dann auch die nächsten Schritte gehen. Wo die Schritte dann hingehen, das ist jetzt erst mal zweitrangig. Wo die Reise hingeht, dass kann heute keiner sagen. Dass es mein Ziel ist auf Sicht im Profifußball Fuß zu fassen, das ist glaube ich logisch. Aber ich glaube man muss kleine Schritte gehen und mit seinen Aufgaben wachsen.

Bezirksliga statt Nachwuchsleistungszentrum (NLZ)?

Der Schritt ist ja bewusst gewählt. Ich denke, dass es mir guttut bei den Grundlagen anzufangen und sich nicht direkt ins gemachte Nest zu setzen. Das ist im NLZ oder in anderen Bereichen unter Umständen schon der Fall. Sondern es ging darum erst mal dahinzugehen, wo es darum geht gewisse Schwierigkeiten zu meistern. Von daher glaube ich, war das der richtige Schritt. Ich freue mich auf die Aufgabe und hoffe das ich viel lerne.

Daniel Halfar (M.) mit dem 1. Vorsitzenden Jörg Große-Wortmann (l.) und Sponsor Burkhard Heemeyer.