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FUSSBALL-LANDESLIGA: RW Kirchlengern nach 3:1-Führung nur 3:3 gegen SV Avenwedde

VON TIM OSING

Kirchlengern. Der FC RW Kirchlengern hat wichtige Punkte im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga liegen gelassen. Gegen den SV Avenwedde musste sich der Aufsteiger mit einem 3:3 (1:1)-Unentschieden begnügen. Die Punkteteilung war zwar über das gesamte Spiel gesehen verdient, aufgrund des Spielverlaufs jedoch enorm bitter für die Kirchlengeraner.

Eine Viertelstunde nach der Halbzeitpause sah Kirchlengern schon wie der Sieger aus. Der starke Nils Mühlenweg hatte Kai Krüger das 2:1 aufgelegt und nur kurz danach selbst auf 3:1 erhöht (53./57.). Avenwedde kam aber durch zwei glückliche und in der Entstehung kuriose Treffer noch zum Ausgleich.

Für die Gäste war es zwar ein glücklicher, aber verdienter Punkt. Denn in der ersten Halbzeit bestimmte Avenwedde das Spiel und hätte die unsicher RW-Abwehr mehrfach bestrafen können. Josef Khourys Kopfballtor pfiff Schiedsrichter Durica Dzijan wegen Abseits zurück (3.). Kirchlengerns Torwart Felix Heithölter parierte außerdem gegen Özcan Sehit (19.) und erneut Khoury (27.). Nach einer Ecke war auch Heithölter schon geschlagen, Khourys Schuss im Strafraum blockte aber Wilhelm Isaak auf der Torlinie ab (28.).

Nur Kamil Orhan traf für den SV, nach einem Ballverlust im Spielaufbau der Kirchlengeraner hatte Orhan leichtes Spiel und musste den Querpass von Marco Rüskaup nur einschieben (13.).

„Wir haben die erste Halbzeit total verpennt, waren verunsichert und hatten kein Selbstvertrauen“, sagte Rainer Laduch nach dem Spiel. Laduch, der mit Christian Trampe RWK-Trainer Frank Ihde vertrat, konnte aber immerhin mit dem Ergebnis zufrieden sein. Nils Mühlenweg hatte einen direkten Freistoß aus 22 Metern halbhoch ins rechte Toreck geschlenzt und für Kirchlengerns Ausgleich gesorgt (18.).

„In der Halbzeit haben wir dann das angesprochen, was auf dem Sportplatz jeder gesehen hat“, meinte Laduch. Es zeigte Wirkung. Mühlenwegs Flanke von links köpfte Krüger zur Führung ein, Mühlenweg selbst schoss ins linke untere Eck zum 3:1 ein.

„Danach haben wir es einfach verpasst, den Sack zuzumachen“, war Laduch enttäuscht, „die Kontergelegenheiten hatten wir“.

Und Avenwedde gab nicht auf, Kirchlengerns Isaak war der erste Leidtragende. Khoury eroberte an der rechten Eckfahne in Kirchlengerns Hälfte den Ball und flankte nach innen, Isaak verlängerte beim Klärungsversuch den Ball ins lange Eck des eigenen Tores (70.). Kurz vor Schluss der Ausgleich: Kamil Orhan rutschte beim Flankenversuch weg, Sehit traf in den rechten Winkel zum 3:3 (86.).

Quelle: Neue Westfälische 07.04.2015 – Foto: Tim Osing